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mandyao

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Dienstag, 17. Januar 2006, 22:30

Die Geschichte des Dogo Canario

Der Dogo Canario und seine Geschichte

Der Dogo Canario kommt von den im Atlantischen Ozean liegenden Kanarischen Inseln, deren Name sich von den Canaria (lateinisch canes), den Hunden, welche dort lebten, ableiten. Sie waren von den ersten Siedlern, den afrikanischen Guanchen, mitgebracht worden. Die Inseln spielten eine wichtige Rolle bei der Eroberung von Zentral- und S?damerika und bei der folgenden Aufrechterhaltung der Verbindung zwischen Spanien und seinen Kolonien. Kolumbus startete von den Kanarischen Inseln 1492 seine erste Seereise, viele andere Seefahrer machten hier Zwischenstation und lie?en den einen oder anderen Hund zur?ck. Diese fr?hen Schl?ge nannte man Ganado majorero und waren insbesondere auf Fuerteventura und Teneriffa als Viehtreiber stark verbreitet. Die im 19. Jahrhundert mit den englischen Einwanderern ins Land gekommenen Mastiffs und Bulldoggen trugen dann zur endg?ltigen Ausformung bei. Wann dieser Hund dann erstmals als Perro de Presa in Erscheinung trat, ist aber nicht bekannt.

Der Presa Canario wurde bis 1940 planm??ig als Kampfhund gez?chtet. Als der Hundekampf verboten wurde, ging das ?ffentliche Interesse an ihm allm?hlich verloren. Im Zuge der R?ckbestimmung alter Werte erinnerte man sich wieder des Kanarischen Hundes und startete in den siebziger Jahren ein Programm zu seiner R?ckz?chtung. Es gab noch einige Exemplare auf Teneriffa und Gran Canaria, aber der Wiederaufbau gelang letztlich nur durch Einkreuzung anderer Rassen. In der Folge kristallisierten sich drei Typen heraus: Ein gro?er, schwerer Schlag mit deutlichem Mastino Napoletano- bzw. Mastiff-Einschlag auf Gran Canaria und ein kleinerer Schlag mit Bulldog-Einschlag auf Teneriffa. In langj?hriger z?chterischer Bearbeitung ist die Zur?ckdr?ngung unerw?nschter rassefremder Merkmale und die Festigung des Typs gelungen. Es mu? aber allen klar sein, das der moderne Dogo Canario nichts mehr mit dem urspr?nglichen Perro de Presa zu tun hat. Die Population in Spanien bel?uft sich auf etwa 800 Exemplare, an die drei?ig Z?chter bem?hen sich um den Fortgang der Rasse. Au?erhalb Spaniens gibt es Zuchtt?tigkeit in verschiedenen L?ndern von unterschiedlicher Intensit?t. Die ersten Importe in den deutschsprachigen Raum erfolgten 1990 durch Rudolf Sewerin. Sowohl diese Hunde als auch die nachfolgenden vier W?rfe bis 1991 wurden im ?HZB registriert.

Die Anerkennung: Trotz intensiver Bem?hungen in den letzten Jahren steht die Anerkennung als Rasse durch den kynologischen Weltverband FCI noch immer aus. Interne Streitigkeiten d?rften einer raschen Bearbeitung des Ansuchens nicht gerade f?rderlich gewesen sein. Die offizielle Rassebezeichnung wird dann Dogo Canario sein. Von der Bezeichnung Perro de Presa (presa= packen) ist man abkekommen, weil es an den Hundekampf erinnert. Der spanische Dachverband, kurz "CANINA" genannt, stellt zwar berieits seit 1977 Ahnentafeln aus und gibt den Z?chtern auch die m?glichkeit, ihre Tiere auszustellen, international ist die Rasse von diesen Begr?ndungen aber bisher noch ausgeschlossen. Es ist zu erwarten, da? die Anerkennung durch die FCI einen Motivationsschub unter den Z?chtern und Rassefreunden bewirken und eine neue sympathiewelle ausl?sen wird.

Verwendung: Neben seiner Verwendung als Kampfhund wissen wir von dem spanischen Maler Francisco de Goya y Lucientes auch ?ber seinen Einsatz in der Stierkampfarena. "Echan Perros al Toro" - Hunde werden auf den Stier gehetzt- ist der Titel einer R?telzeichnung Goyas aus dem Jahre 1815. Ganz offensichtlich waren zu seiner Zeit die Regeln des Stierkampfes etwas anders als heute. Von Jean Adhemar (L?Illustration, 1845) wei? man, da? die Teilnahme von Hunden in der Regel von Publikum gefordert wurde, wenn sich der Stier nicht kampfeslustig genug zeigte. Dann rief die Zuchauermenge "Perros, Perros" und die Hunde wurden paarweise in die Arena gelassen, packten den Stier an der Schnauze und an den Ohren, w?hrend sich der Torero von hinten an den Stier heranmachte und ihn t?tete. Heutzutage wird der Dogo Canario gerne als Schutz- und Wachhund gehalten, seine Eigenschaften pr?destinieren ihn daf?r. Aufgrund der Renaissance des Hundekampfs wird er auch wieder als Kmpfhund eingesetzt. In unseren Breiten findet er Interesse als Familienhund. Seine diesbez?gliche Eignung mu? er jedoch erst unter Beweis stellen. Ganz bestimmt ist er kein Allerweltshund.

Kennzeichen: Der Dogo Canario ist ein mittelgro?er, kr?ftiger Hund. Gro?er, schwerer Kopf mit einem Oberkopf-Fang-Verh?ltnis von 6:4, obwohl leicht k?rzere F?nge vorkommen. Zangengebi? erw?nscht, leichter Vorbi? gestattet. Das Hinterhaupsbein ist leicht sichtbar, markanter Stirnabsatz, die ovalen Augen liegen weit auseinander. Die Ohren sind von mittlerer Gr??e, breit, hoch angesetzt und h?ngend. In seiner Heimat werden sie meist kupiert. Kr?ftiger, ziemlich kurzer Hals mit Wamme, deutlich rechteckiger Rumpf, tiefer, sehr ger?umiger Brustkorb, knochenstarke Gliedma?en, ansteigende Kruppe. Die hochangesetzte Rute soll bis zu den Sprunggelenken reichen, in der Bewegung wird sie gehoben. Das Haarkleid ist kurz und in seiner Struktur etwas hart, die Farbpalette reicht von falb bis dunkelbraun, einf?rbig oder leicht bis stark gestromt. Dunkle Maske, oftmals wei?e Abzeichen an der Brust, Hals und L?ufe. Dicke, lose Haut am ganzen K?rper. Schwarze Hunde waren fr?her noch h?ufig zu sehen, sind heute aber unerw?nscht.

M?ngel: Insgesamt leichter Eindruck, kleiner Kopf, zu langer Fang, starker Vorbi?, schwere Belefzung, starke Befaltung, quadratisches Geb?ude, schwerf?llige Bewegung, Ringelrute, fehlendes Pgment, mehr als 20% Wei? sowie jede andere Abweichung vom Standard.

Gr??e und Gewicht: R?den von 61cm bis 66cm, 45 kg bis ca 57kg / H?ndinnen von 57cm bis 62cm, 40 kg bis ca 50kg

Charakter: Der Dogo Canario ist von sehr selbst?ndigem, unabh?ngigen Wesen. Unerschrocken und furchtlos. Wie bei all anderen Rassen auch bringt die Sch?nheitszucht zunehmend wesensschwache Hunde hervor. Der erwachsene Hund besitzt sehr viel Natursch?rfe, reagiert auf Drohungen aktiv, vorallem in der Nacht. Fremden Leuten begegnet er grunds?tzlich ablehnend und mit Misstrauen, den eigenen Leuten gegen?ber ist er aber zahm und friedlich , und eignet sich perfekt als Familien Hund. Trotzdem ist er kein Hund f?r Anf?nger, sondern bedarf einer starken, konsiqenten, erfahrenen Hand. Mit Hunden gleichen Geschlechts ist er in der Regel unvertr?glich.





Der Text stammt von Roswiter Hirsch-Reiter, ist im Charakter etwas abgewandelt!

mandyao

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Dienstag, 17. Januar 2006, 22:35






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Dienstag, 24. Januar 2006, 18:54

hallo mandy!

bist du ganz sicher das presas nicht fci anerkannt sind?
sorry schreibe immer alles klein, alte angewohnheit...

meiner information nach sind sie das schon... oder sprechen jetzt alle nur noch vom dogo canario?

w?rde mich ?ber eine antwort freuen, bin noch ganz neu, hoffe zu lernen.

lg
sonja

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